Leidenschaftlich kreativ


Christine Torres-Sprenger

Bereits bei der Unterrichtung meiner Schüler im Kunstunterricht genoss ich es, die Entstehung einzelner Kunstwerke mitzuerleben und häufig, durch Ausstellungen, diese zu einem Gesamtwerk verschmelzen zu lassen. 
Diese Einbettung in ein Gesamtkunstwerk, so wie wir auch in der Schöpfung eingebunden sind, übt auf mich stets eine besondere Faszination aus, ebenso der Zauber des Ausschnitts einer erlebten Wirklichkeit in der Natur. Das Nachempfinden besonderer Momente des Zusammenwirkens von Licht, Form und Farbe umzusetzen, sei es nun bei Landschaften oder Blumen oder aber die Stimmung, die sich in einem Gesicht widerspiegelt, ist mir ein inneres Anliegen. 
 Bei den Holzobjekten bereitet mir mehr das malerisch zum Ausdruck bringen der innewohnenden Botschaft den besonderen Reiz. 
Es werden mal mehr die lichten, heiteren, dann wieder die ernsteren Seiten aufgezeigt, so wie das Wechselspiel ja auch im menschlichen Leben zu finden ist. Die Freude am Schönen und Bejahenden überwiegt jedoch insgesamt im künstlerischen Ausdruck.

Beweggründe für mein künstlerisches Schaffen

 

Die starke Neigung zur künstlerischen Gestaltung zeigte sich zunächst nach meiner Rückkehr nach Deutschland, als ich für meinen Lebensunterhalt und den meines Mannes sorgen musste, darin, dass ich als Zeichnerin in einem Ingenieurbüro tätig wurde, ohne die entsprechende berufliche Qualifikation vorweisen zu können. 
Der Leidenschaft für gestalterische Aufgaben konnte ich später, nach meinem Studium, während meiner Lehrtätigkeit durch Förderung der Talente meiner Schüler und der Organisation von Ausstellungen der Schülerarbeiten nachgehen. 

Neben meiner beruflichen Tätigkeit begann ich 2003, nach dem Tod meiner Mutter, regelmäßig zu malen. 
Die Bitternis des Verlustes sowie auch die Auseinandersetzung mit der Thematik „Leiden und Sterben“ veranlassten mich, 
drei Ziele zu verfolgen: 

1.   Meine Malerei sollte Menschen erfreuen, Gefühle erzeugen wie z.B. 
 Berührtheit, inneren Frieden, Harmonie, Freiheit, Trost, Heiterkeit, Verbundenheit mit der Schöpfung 
2.   Eine heilsame Wirkung zu erzielen 
3.   Mit dem erzielten Erlös der verkauften Bilder bedürftigen Menschen zu helfen 


So stellte ich 2005 erstmals im stationären Hospiz in Köln Porz und in den folgenden Jahren überwiegend bei Benefizveranstaltungen aus. 

Nachdem ich 2015 den Wohnsitz von Köln nach Radolfzell – Stahringen verlegt hatte, gewann der Bezug zur Natur und der Schöpfung für mich an Bedeutung, auch die Organisation von Benefizveranstaltungen, die überwiegend beim BUND in Möggingen stattfanden. 

Zur künstlerischen Gestaltung

Sowohl realistische wie auch poetische Elemente verschmelzen bei der Darstellung, bei der bewusst unterschiedliche Stilelemente verknüpft werden. Besonders bei den Holzobjekten (Fund- und Sägeabfallstücke) geht es um das Herausarbeiten des sogenannten „innewohnenden Wesens“, mal heiter, mal ernst, so dass dem inneren Wesenskern Ausdruck verliehen wird. Besonderheiten der Formgebung, Sägespuren, Maserung, Rillen usw. werden hervorgehoben und verleihen dem Objekt seinen besonderen Charakter. Die Verbundenheit mit der Natur als Teil der göttlichen Schöpfung liegt allen Kunstwerken zugrunde. Es werden überwiegend Acrylfarben verwendet.